Equipment testen – bevor der Job beginnt

Written by Eric P.
Einleitung
Technik lernt man vor dem Auftrag kennen, nicht währenddessen.
Tests geben Sicherheit – und Sicherheit macht dich kreativ.
1. Technik funktioniert nicht nach Intuition
„Das wird schon gehen“ ist keine Strategie.
These:
Neue Technik fühlt sich oft logisch an – Menüs, Funktionen, Automatik.
Risiko:
Unter realem Zeitdruck versagt genau das, was im Test „intuitiv“ schien.
Praxisbeispiel:
Ein Fotograf setzt erstmals eine neue Kamera bei einem Kundenjob ein. Das Menü reagiert anders als erwartet, wichtige Einstellungen sind nicht griffbereit. Zeit geht verloren – Vertrauen auch.
Lösung:
Technik nicht verstehen wollen, sondern beherrschen.
Praxis:
„Was ich nicht blind finde, gehört nicht in den Job.“
2. Tests sind keine Spielerei
Sie sind Teil der Vorbereitung.
These:
Testen wird oft als optional betrachtet – etwas für freie Zeit.
Risiko:
Fehler verlagern sich in den Auftrag.
Praxisbeispiel:
Ein Blitzsystem wurde nie unter realen Bedingungen getestet. Am Set zeigt sich eine unerwartete Verzögerung zwischen Auslösung und Licht.
Lösung:
Tests als festen Bestandteil der Projektvorbereitung etablieren.
Praxis:
„Ich teste, damit der Job kein Test wird.“
3. Neues Equipment erhöht Risiko
Immer.
These:
Jede neue Komponente bringt Unbekannte mit.
Risiko:
Unkalkulierbare Wechselwirkungen mit bestehendem Setup.
Praxisbeispiel:
Ein neues Funkmodul stört bestehende Trigger – ein Problem, das nur im Zusammenspiel auffällt.
Lösung:
Neue Technik immer im Gesamtsystem testen.
Praxis:
„Ich teste nicht isoliert, sondern im Kontext.“
4. Tests zeigen Grenzen, nicht nur Möglichkeiten
Und genau das ist ihr Wert.
These:
Viele testen nur, was funktioniert – nicht, was scheitert.
Risiko:
Grenzen werden erst im Auftrag sichtbar.
Praxisbeispiel:
Ein Akku reicht im Studio lange – draußen bei Kälte halb so lang. Ungetestet wäre das ein Problem.
Lösung:
Tests bewusst an die Grenze führen.
Praxis:
„Ich will wissen, wann etwas nicht mehr geht.“
5. Sicherheit entsteht durch Wiederholung
Nicht durch einmaliges Ausprobieren.
These:
Ein einzelner Test erzeugt kein Vertrauen.
Risiko:
Schein-Sicherheit.
Praxisbeispiel:
Erst nach mehreren Testshootings fühlt sich ein neues Objektiv wirklich vertraut an – Bildwirkung, Handling, Verhalten.
Lösung:
Tests wiederholen, variieren, festigen.
Praxis:
„Vertrauen entsteht durch Routine.“
6. Tests entlasten Entscheidungen am Set
Was getestet ist, wird nicht mehr hinterfragt.
These:
Ungetestete Technik erzeugt Zweifel.
Risiko:
Zögern im entscheidenden Moment.
Praxisbeispiel:
Der Fotograf bleibt beim bewährten Setup, statt unter Druck Neues zu probieren.
Lösung:
Entscheidungen vorverlagern.
Praxis:
„Ich entscheide vor dem Job – nicht im Job.“
7. Testen schützt den Kunden
Nicht nur dich.
These:
Kunden zahlen für Ergebnisse, nicht für Lernkurven.
Risiko:
Unzuverlässige Ergebnisse beschädigen Vertrauen.
Praxisbeispiel:
Ein Kunde bemerkt Unsicherheit beim Fotografen – unabhängig vom Bild.
Lösung:
Tests als Teil der professionellen Verantwortung sehen.
Praxis:
„Ich lerne auf eigene Zeit – nicht auf Kundenzeit.“
8. Tests machen dich schneller
Nicht langsamer.
These:
Vorab investierte Zeit spart Zeit im Auftrag.
Risiko:
Wer nicht testet, improvisiert.
Praxisbeispiel:
Ein getestetes Setup ist in Minuten einsatzbereit – ohne Nachjustieren.
Lösung:
Zeitaufwand realistisch vergleichen.
Praxis:
„Testzeit ist Arbeitszeit.“
9. Tests verhindern kreative Blockaden
Unsicherheit hemmt Ausdruck.
These:
Wenn Technik unsicher ist, wird Kreativität vorsichtig.
Risiko:
Man bleibt bei sicheren, aber schwachen Lösungen.
Praxisbeispiel:
Mit vertrauter Technik experimentiert der Fotograf mutiger – weil die Basis sicher ist.
Lösung:
Technische Sicherheit als kreative Basis verstehen.
Praxis:
„Je sicherer die Technik, desto freier der Kopf.“
10. Tests sind Fehlerprävention
Nicht Perfektionismus.
These:
Testen wird oft mit Überkontrolle verwechselt.
Risiko:
Man verzichtet darauf – aus Angst vor Aufwand.
Praxisbeispiel:
Ein kleiner Test deckt einen Konfigurationsfehler auf, der sonst den ganzen Job blockiert hätte.
Lösung:
Testen als Fehlerfilter nutzen.
Praxis:
„Ein Test spart zehn Probleme.“
11. Tests gehören ins echte Umfeld
Nicht nur ins Studio.
These:
Idealbedingungen verzerren Ergebnisse.
Risiko:
Überraschungen on Location.
Praxisbeispiel:
Ein Setup funktioniert im Studio – scheitert bei Tageslicht oder Raumgröße.
Lösung:
Tests realitätsnah durchführen.
Praxis:
„Ich teste dort, wo ich arbeite.“
12. Tests sind Teil deiner Lernkurve
Aber nicht Teil des Auftrags.
These:
Lernen und Liefern sind unterschiedliche Phasen.
Risiko:
Vermischung erzeugt Chaos.
Praxisbeispiel:
Neue Technik wird bewusst in freien Projekten integriert – nicht im Kundenjob.
Lösung:
Klare Trennung.
Praxis:
„Der Job ist kein Klassenzimmer.“
13. Tests erhöhen deine Autorität
Souveränität ist spürbar.
These:
Wer Technik beherrscht, wirkt ruhig.
Risiko:
Unsicherheit überträgt sich sofort.
Praxisbeispiel:
Der Fotograf erklärt ruhig den Ablauf – weil er weiß, dass alles funktioniert.
Lösung:
Technik als stille Basis der Führung.
Praxis:
„Ich führe, weil ich vorbereitet bin.“
14. Tests schaffen Vertrauen im Team
Alle profitieren von Klarheit.
These:
Assistenzen orientieren sich an deiner Sicherheit.
Risiko:
Unklare Technik = unklare Rollen.
Praxisbeispiel:
Ein getestetes Setup erlaubt klare Anweisungen – ohne Diskussion.
Lösung:
Tests als Team-Absicherung sehen.
Praxis:
„Wenn ich sicher bin, ist das Team sicher.“
15. Tests definieren deine Grenzen
Und schützen dich davor, sie zu überschreiten.
These:
Nicht jede Technik passt zu jedem Projekt.
Risiko:
Man übernimmt Jobs mit ungeeignetem Setup.
Praxisbeispiel:
Nach Tests entscheidet der Fotograf bewusst gegen ein bestimmtes Tool – und vermeidet Probleme.
Lösung:
Tests als Entscheidungsgrundlage nutzen.
Praxis:
„Ich sage Nein, bevor es kritisch wird.“
16. Tests sind Investitionen in Ruhe
Nicht in Kontrolle.
Essenz:
Techniktest ist kein Zeichen von Unsicherheit.
Er ist ein Zeichen von Respekt vor dem Auftrag.
„Ich teste, damit ich liefern kann.“
17. Sicherheit ist die Voraussetzung für Kreativität
Nicht ihr Gegner.
Abschluss:
Kreativität braucht keine Überraschungen – sie braucht Freiraum.
Und dieser Freiraum entsteht, wenn Technik keine Frage mehr ist.
„Wenn Technik still ist, kann das Bild sprechen.“
