Psychologische Sicherheit – wie Plan B dir Freiheit gibt

Written by Eric P.
Einleitung
. Sicherheit entsteht nicht aus Kontrolle, sondern aus Optionen
Was sich „sicher“ anfühlt, ist selten Kontrolle – sondern Handlungsfähigkeit.
Beispiel (jüngste Praxis):
Ein Fotograf reist zu einer Produktion, bei der viele Variablen offen sind.
Wetter, Team, Location – nichts ist final fix.
Er hat jedoch für jede Unsicherheit eine Alternative vorbereitet.
Risiko:
Ohne Optionen entsteht innerer Druck – noch bevor das Projekt beginnt.
Lösung:
Plan B als mentale Entlastung verstehen, nicht als Misstrauen.
Praxis:
„Wenn ich eine Alternative habe, kann ich mich auf das Jetzt konzentrieren.“
2. Kreative Blockaden entstehen oft aus Angst vor dem Scheitern
Angst ist selten laut – aber sie wirkt.
Beispiel:
Ein freies Projekt fühlt sich riskant an.
Die Idee bleibt kleiner als gedacht, aus Sorge, dass etwas schiefgeht.
Risiko:
Kreativität wird vorsichtig statt mutig.
Lösung:
Plan B reduziert das emotionale Risiko.
Praxis:
„Wenn etwas schiefgeht, weiß ich, wie es weitergeht.“
3. Plan B ist kein Zeichen von Zweifel an der Idee
Viele verwechseln Vorbereitung mit fehlendem Vertrauen.
Beispiel:
Ein Konzept ist stark – trotzdem existiert eine zweite Option.
Risiko:
Ohne Alternative wird jede Abweichung zur Bedrohung.
Lösung:
Idee und Absicherung voneinander trennen.
Praxis:
„Ich glaube an meine Idee – und bin trotzdem vorbereitet.“
4. Psychologische Sicherheit wirkt vor dem ersten Klick
Die Qualität eines Shootings entscheidet sich oft vorher.
Beispiel:
Ein Fotograf kommt ruhig ans Set, weil mögliche Probleme bereits gedacht wurden.
Risiko:
Unvorbereitete Unsicherheit überträgt sich auf das Team.
Lösung:
Mentale Vorbereitung als Teil der Produktion.
Praxis:
„Ruhe ist ein Produktionsfaktor.“
5. Beispiel: Location fällt kurzfristig weg
Ein realistisches Szenario.
Beispiel:
Eine Location wird am Morgen des Shootings abgesagt.
Ein alternativer Ort ist bereits geprüft.
Risiko:
Ohne Plan B entsteht Stress, Schuldzuweisung, Hektik.
Lösung:
Alternativen vorab denken – nicht improvisieren.
Praxis:
„Der Plan ändert sich – nicht meine Haltung.“
6. Sicherheit entsteht durch Vorwegnahme, nicht durch Perfektion
Perfektion ist ein Mythos.
Beispiel:
Nicht jede Variable lässt sich kontrollieren – aber viele lassen sich antizipieren.
Risiko:
Perfektionsanspruch führt zu Überforderung.
Lösung:
Wahrscheinliche Szenarien vorbereiten.
Praxis:
„Ich plane nicht alles – nur das Relevante.“
7. Plan B schützt vor emotionalen Schnellentscheidungen
Stress verengt den Blick.
Beispiel:
Ein Problem tritt auf, der Fotograf reagiert impulsiv.
Risiko:
Entscheidungen werden reaktiv statt bewusst getroffen.
Lösung:
Vorab definierte Alternativen.
Praxis:
„Ich entscheide nicht aus Panik.“
8. Beispiel: Kunde ändert Erwartungen am Set
Ein häufiger Moment.
Beispiel:
Während des Shootings verschiebt sich der Fokus des Kunden.
Risiko:
Innere Unsicherheit führt zu defensivem Verhalten.
Lösung:
Mentale Vorbereitung auf Erwartungsänderungen.
Praxis:
„Ich habe Optionen – ich bleibe souverän.“
9. Psychologische Sicherheit ist ansteckend
Stabilität überträgt sich.
Beispiel:
Ein ruhiger Fotograf beruhigt das gesamte Team.
Risiko:
Unsicherheit verbreitet sich schneller als Zuversicht.
Lösung:
Eigene innere Stabilität priorisieren.
Praxis:
„Wie ich bin, so arbeitet das Set.“
10. Plan B schafft Entscheidungsfreiheit
Ohne Alternativen gibt es keine echten Entscheidungen.
Beispiel:
Nur eine Lösung vorhanden – sie muss funktionieren.
Risiko:
Zwang statt Gestaltung.
Lösung:
Mindestens eine Alternative kennen.
Praxis:
„Freiheit entsteht aus Wahlmöglichkeiten.“
11. Beispiel: Technische Einschränkung verändert Bildidee
Ein Klassiker.
Beispiel:
Geplantes Lichtsetup ist nicht umsetzbar.
Risiko:
Enttäuschung blockiert Kreativität.
Lösung:
Alternative Bildidee vorbereiten.
Praxis:
„Ich verliere nicht das Bild – nur den Weg dorthin.“
12. Psychologische Sicherheit reduziert Kontrollzwang
Unsicherheit erzeugt Kontrolle.
Beispiel:
Alles wird doppelt geprüft, nichts delegiert.
Risiko:
Erschöpfung, Misstrauen im Team.
Lösung:
Vertrauen durch Vorbereitung.
Praxis:
„Ich kontrolliere weniger, weil ich vorbereitet bin.“
13. Plan B erlaubt echtes Loslassen
Wer nichts auffangen kann, hält fest.
Beispiel:
Der Fotograf klammert sich an eine Idee, obwohl sie nicht mehr passt.
Risiko:
Starre statt Anpassungsfähigkeit.
Lösung:
Innere Sicherheit durch Alternativen.
Praxis:
„Ich kann loslassen, weil ich nicht falle.“
14. Psychologische Sicherheit schützt langfristig vor Burnout
Dauerstress ist oft strukturell bedingt.
Beispiel:
Immer wieder Projekte ohne Sicherheitsnetz.
Risiko:
Chronische Überlastung.
Lösung:
Sicherheitsdenken etablieren.
Praxis:
„Ich arbeite nicht auf Kante.“
15. Plan B ist Teil professioneller Haltung
Nicht sichtbar – aber spürbar.
Beispiel:
Zwei Fotografen, gleiche Situation.
Einer gerät in Panik, der andere bleibt ruhig.
Risiko:
Außenwirkung leidet.
Lösung:
Innere Stabilität als Professionalitätsmerkmal.
Praxis:
„Souveränität ist sichtbar.“
16. Psychologische Sicherheit ist gelernte Professionalität
Niemand startet angstfrei.
Beispiel:
Frühere Projekte ohne Plan B haben Spuren hinterlassen.
Risiko:
Erfahrung fehlt.
Lösung:
Systematisch aus Erlebtem lernen.
Praxis:
„Plan B ist kein Zweifel – sondern Erfahrung.“
Schlussgedanke
Psychologische Sicherheit ist keine Komfortzone.
Sie ist der Raum, in dem Mut möglich wird.
Wer keinen Plan B hat, arbeitet unter Druck.
Wer vorbereitet ist, arbeitet frei – nicht weil nichts schiefgehen kann, sondern weil es nicht alles zerstört, wenn es passiert.
Plan B ist deshalb keine Absicherung gegen Scheitern.
Er ist die Voraussetzung für echte kreative Freiheit.
